Neuer Basisdienst im OZG-Shop
Ab sofort steht den Kommunen in Schleswig-Holstein der 115 KI-Chatbot zur Nachnutzung über den OZG-Shop des ITV.SH bereit. Er tritt die Nachfolge des bisherigen Chatbots Govii an und knüpft nahtlos an das bekannte Angebot an – mit einem deutlichen Sprung bei dem, was ein Chatbot heute leisten kann.
Denn der 115 KI-Chatbot setzt durchgängig auf künstliche Intelligenz: Er versteht die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, antwortet gezielt darauf und kommt auch mit unklar oder unvollständig formulierten Fragen zurecht. Bei Bedarf stellt er Rückfragen, erklärt Sachverhalte auf Nachfrage verständlich und ergänzt selbstständig wichtige Hinweise. Mehrsprachige Anliegen beantwortet er aktuell auf Deutsch, Englisch und Französisch, weitere Sprachen folgen. Das Ergebnis ist ein Dialog, der sich für Bürgerinnen und Bürger natürlich anfühlt – und der zu mehr passenden Antworten führt.
Inhaltlich stützt sich der Chatbot auf dieselbe 115-Wissensdatenbank, auf die auch die Servicecenter der einheitlichen Behördennummer 115 zugreifen. Für Kommunen bedeutet das: Es muss keine neue Wissensbasis aufgebaut werden, die Inhalte sind bereits gepflegt und werden regelmäßig aktualisiert. Zusätzlich lassen sich lokale Informationen von kommunalen Websites einbinden, sodass die landesweite Wissensbasis sinnvoll um regionale Besonderheiten ergänzt wird.
Besonderes Augenmerk liegt auf digitaler Souveränität: Die zugrunde liegenden KI-Agenten werden über eine Open-Source-Lösung konfiguriert und auf 115-Servern betrieben, beim Sprachmodell und der Cloud-Plattform besteht kein Vendor-Lock-In. Datenschutz und IT-Sicherheit wurden bei der Entwicklung von Anfang an berücksichtigt – die Nutzung erfolgt anonym und das Hosting ausschließlich auf deutschen bzw. EU-Servern.
Vor der Bereitstellung wurde der 115 KI-Chatbot in Schleswig-Holstein erprobt. In einer Pilotierung haben die Kommunen Bad Oldesloe, Eutin und Wedel, der ITV.SH, das Land Schleswig-Holstein als Anbieter der 115-Hotline (Basis-Dienst) und die FITKO eng zusammengearbeitet – ein gutes Beispiel dafür, wie gemeinsam tragfähige Lösungen entstehen.
Das Angebot folgt dem Gedanken der Nachnutzung im Sinne des EfA-Prinzips (Einer für Alle): Eine zentral entwickelte und betriebene Lösung wird vielen Kommunen zugänglich gemacht. So werden Ressourcen gebündelt, statt vergleichbare Lösungen mehrfach aufzubauen – ein Ansatz, der sich beim ITV.SH bereits in vielen Bereichen bewährt hat.
Für Kommunen, die bereits Teilnehmer der 115-Hotline sind, ist die Nachnutzung kostenfrei. Werfen Sie einen Blick auf den 115 KI-Chatbot im OZG-Shop.